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LATAM TRADE

Besondere Passagiere | Passagiere, die emotionale Unterstützung benö

    Als Passagiere mit besonderen Bedürfnissen gelten diejenigen Fluggäste, die irgendeine sensorische, physische oder mentale Behinderung aufweisen oder anderweitig so eingeschränkt sind, dass sie in ihrem selbstständigen Handeln als Fluggast eingeschränkt sind.

    Diese Passagiere werden  eingeteilt in Passagiere mit besonderem Betreuungsbedarf (PNAE) und Passagiere mit emotionalem Betreuungsbedarf.

    Unter PNAE fallen: Passagiere hohen Alters, Schwangere, mit Säuglingen reisende (stillende) Mütter, Passagiere, die in irgendeiner Form in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt sind (wie Passagiere mit Gehhilfen), nach einer Behandlung reisende Personen ohne medizinisches Attest; in letzterem Fall können sie den Service MAAS in Anspruch nehmen.

    PNAE können oder müssen womöglich mit einer Begleitperson reisen. Je nach Fall kann ein medizinisches Attest und/oder je nach Verfassung ein entsprechender Service erforderlich sein. Beispiele hierfür wären: Passagiere mit Diabetes und/oder Personen mit Gleichgewichtsstörungen, die beantragen, mit einem Begleithund (SVAN) zu reisen.

    Diese Passagiere sind in folgende Gruppen eingeteilt:

    Passagiere mit besonderem Betreuungsbedarf (PNAE)

    PNAE-Passagiere, die einen Begleiter benötigen

    Passagiere mit emotionalem Betreuungsbedarf

          Passagiere mit temporär oder permanent eingeschränkter Mobilität: Diese werden dem Antrag von Rollstühlen zugeordnet: WCHS, WCHR, WCHC, WCBW, WCBD, WCMP, WCLB.

     

          Passagiere mit partieller oder vollständiger (Seh- oder Hör-)Behinderung werden den SSR-Codes BLND/DEAF zugeordnet.

     

          Passagiere mit leichter geistiger Behinderung ohne Betreuungsbedarf werden dem SSR-Code DPNA zugeordnet.

     

          Dem SSR-Code MAAS zugeordnet werden Passagiere, die maximaler Betreuung bedürfen, wie Passagiere hohen Alters, Schwangere, mit Säuglingen reisende (stillende) Mütter, Passagiere, die in irgendeiner Form in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt sind (wie Passagiere mit Gehhilfen), nach einer Behandlung reisende Personen ohne ärztliches Attest.

    Nicht selbständige Passagiere mit eingeschränkter Mobilität, sensorischer und/oder schwerer geistiger Behinderung werden dem SSR-Code MEDA zugeordnet.

    Passagiere mit emotionalem Betreuungsbedarf werden dem SSR-Code ESAN zugeordnet.

     

    Für Gruppenbuchungen mit Passagieren mit Behinderungen gelten dieselben Buchungsanforderungen wie die für Einzelpassagiere. Weitere Informationen sind im Abschnitt Gruppen zu finden.

    1.1 Hinweise zu Sitzplätzen

    Allein- oder in Begleitung reisenden Passagieren mit besonderen Bedürfnissen dürfen keine Sitzplätze am Notausgang  zugewiesen werden.

    Sitze mit Airbelt* können unter folgenden Umständen nicht zugewiesen werden:

    Flugzeugtyp

    Eingeschränkte Sitzplätze

    Passagiere

    Airbus 319/320/321

    Erste Reihe

          Erwachsene, die eine Sicherheitsgurtverlängerung benötigen.

          Passagiere mit Behinderung, die in der Flugzeugkabine verfügbare Rückhaltevorrichtungen (DPR, Disabled Persons Restraint)** benötigen.

    B787 - 8

    36AC-36JL

    B787 - 9

    43AC-43JL

     

    (*) Ein Airbelt ist ein Sicherheitsgurt mit einem „Airbag“ an einem der Gurtbänder, der vor einem Aufprall ausgelöst wird und für manche Passagiere ein Risiko darstellen kann

    (**) Die Rückhaltevorrichtung stützt den Oberkörper von Personen, die sich aufgrund der Behinderung nicht aufrecht halten können. Diese Vorrichtung besteht aus einem zweiteiligen Gurt und wird zusammen mit dem Sicherheitsgurt des Sitzes verwendet.

     

    PNAE-Passagiere sind selbstständig, sie sind fähig, Anweisungen zu verstehen, sich um ihre körperlichen Bedürfnisse zu kümmern und sich im Falle der Evakuierung des Flugzeugs selbst zu helfen.

    Die Betreuung von PNAE-Passagieren besteht in der Orientierungshilfe sowie darin, sie bei dem Boarding, Transit oder der Ankunft zu führen.

    2.1 Sitzplätze

    Passagieren, die ihre Knie nicht beugen können, sollte vorzugsweise die erste Reihe zugewiesen werden, wenn kein Sitzplatz am Gang verfügbar ist.

    Falls sie mit einem Rollstuhl reisen, werden die im Abschnitt Rollstühle aufgeführten Sitzplätze  zugewiesen.

    2.2 Antrag

    Der Reisebüromitarbeiter sollte prüfen, ob der Passagier in irgendeiner Form Hilfe benötigt, und bei der Buchung einen Vermerk in die Buchung eingeben:

    Die Art der Betreuung hängt vom PNAE-Typ ab:

    Passagiere, die mit den SSR-Codes BLND/DEAF mit oder ohne Begleithunde SVAN, DPNA und MAAS in Brasilien reisen, werden beim Boarding, Transit oder Aussteigen unterstützt. 

    Die Betreuung MAAS für Passagiere, die nicht in Brasilien sind, besteht in der Orientierungshilfe oder darin, sie entweder beim Boarding, Transit oder Aussteigen zu unterstützen. Mehr Informationen zu Passagieren, die MAAS benötigen.

    Dies sind diejenigen Fluggäste, die aufgrund einer vorübergehenden oder dauerhaften Beeinträchtigung ihrer körperlichen Fähigkeiten zusätzliche Hilfe bem Boarding, Flug oder Aussteigen benötigen.

    3.1 Hinweise

    • Sie benötigen kein ärztliches Attest, solange sie nicht auf Hilfe angewiesen sind.
    • Sie reisen in der Regel mit einem Rollstuhl-Service.
    • Hierzu gehören zudem Passagiere, die in ihrer Selbständigkeit eingeschränkt sind, wie etwa: Passagiere mit Gehhilfen. Siehe dazu MAAS.

    3.2 Sitzplätze

    • Passagieren, die ihre Knie nicht beugen können, sollte vorzugsweise die erste Reihe zugewiesen werden, wenn kein Sitzplatz am Gang verfügbar ist.
    • Es gibt keine speziell für Passagiere mit Behinderungen ausgewiesenen Plätze; es kann jeder verfügbare Platz reserviert werden, mit Ausnahme von Notausgängen.
    • Falls sie mit einem Rollstuhl reisen, werden die im entsprechenden Kapitel aufgeführten Sitzplätze  zugewiesen.

    3.3 Antrag

    Wenn Passagiere mit Behinderung mit einem Rollstuhl reisen, können im freien Textfeld des SSR weitere Details vermerkt werden, z. B.: PSGR PARAPLEGIC.

    Dies trifft auf Passagiere mit irgendeiner Beeinträchtigung zu, die ein Sinnesorgan betrifft. Folgende Personen werden dieser Gruppe zugeordnet:

    • Blinde Passagiere
    • Taube Passagiere
    • Für taube und zugleich blinde Passagiere sollte nach den nordamerikanischen Vorschriften zum Umgang mit behinderten Fluggästen (Air Carriers Access Act 382) das Boarding regulär erfolgen, solange der Passagier mit dem Personal der Fluggesellschaft kommunizieren und die Sicherheitsanweisungen befolgen kann. Wenn diese Kommunikation nicht möglich sein sollte, muss der Passagier mit einer Begleitperson reisen.

    4.1 Hinweise

    • Passagiere benötigen kein ärztliches Attest, solange sie nicht auf Hilfe angewiesen sind und mit dem fliegenden Personal kommunizieren können.
    • Sie können mit oder ohne Begleithunde reisen.

    4.2 Antrag

    Bei diesen Passagieren müssen folgende Codes in ihrer Buchung vermerkt sein:

    • SSR BLND: Blinde
    • SSR DEAF: Taube

    Im Idealfall sollte der SSR-Code bei der Buchungsgenerierung eingegeben werden.

    Das Reisebüro sollte stets prüfen, ob der Passagier in irgendeiner Form Hilfe benötigt, und dies bei der Buchung vermerken: Die Art der Betreuung hängt vom PNAE-Typ ab:

    Für Passagiere, die mit den SSR-Codes BLND/DEAF mit oder ohne Begleithunde SVAN, DPNA und MAAS in Brasilien reisen, werden beim Boarding, Transit oder Aussteigen unterstützt. Die Betreuung MAAS für Passagiere, die nicht in Brasilien sind, besteht in der Orientierungshilfe oder darin, sie entweder beim Boarding, Transit oder Aussteigen zu unterstützen. Mehr Informationen zu Passagieren, die MAAS benötigen.

    Reist der Passagier mit einem Begleithunde, muss der Reisebüromitarbeiter den Passagier über die Anforderungen für die Benutzung von Maulkorb und Leine/Gurtzeug informieren. Mehr Details finden Sie unter dem Punkt Genehmigung von Begleithunden (SVAN). Außerdem muss ein SSR-Code SVAN eingegeben werden, um den Service zu beantragen, zudem ein OSI für Informationen, z. B.:

    SSR SVAN LA 622B15JAN/PSGR TRAVELING WITH GUIDE DOG

    OSI LA 622B15JAN/ PSGR ADV OF MUZZLE AND LEASH IN CABIN

    Der Reisebüromitarbeiter muss den Passagier stets fragen, ob er irgendeine Form von Hilfe bei den Vorgängen Boarding, Transit oder Aussteigen benötigt, und dies mit einem SSR-Code OTHS bestätigen. Wenn der Fluggast angibt, dass er in irgendeiner Form Hilfe benötigt, muss dies im freien Textfeld des SSR-Codes BLND oder DEAF und unter einem SSR-Code OTHS in der Buchung eingetragen werden:

    Beispiel:

    Den Passagier zum Flugsteig und/oder zur Tür des Flugzeugs führen

    SSR BLND - ASSIST PSGR UP TO BOARDING GATE

    SSR OTHS ASSIST PSGR UP TO BOARDING GATE

    Dem Passagier beim Einreiseschalter helfen

    SSR DEAF - ASSIST PSGR AT CUSTOM CNTRL

    SSR OTHS ASSIST PSGR AT CUSTOM CNTRL

    Wenn der Passagier angibt, keine Hilfe zu benötigen:

    SSR OTHS YY PNAE DECLINES ASSISTANCE

    4.3 Sitzplätze

    • Es dürfen keine Sitzplätze an Notausgängen besetzt werden.
    • OHNE Begleithunde reisende Passagiere: vorzugsweise einen Sitzplatz am Gang zuweisen.
    • MIT Begleithunde reisende Passagiere: vorzugsweise einen Fensterplatz zuweisen.

    Dies sind Fluggäste, die ein geistiges oder kognitives Defizit oder Schwierigkeiten beim Lernen oder bei der Entwicklung aufweisen, jedoch fähig sind, zu kommunizieren, sich um ihre eigenen körperlichen Bedürfnisse zu kümmern und Anweisungen zu verstehen und zu befolgen.

    Zu diesen Passagieren gehören solche mit:

    • Alzheimer
    • Autismus
    • Down-Syndrom
    • Passagiere mit irgendeiner geistigen oder entwicklungsbezogenen Behinderung

    5.1 Hinweise

    Diese Passagiere benötigen dafür kein spezielles ärztliches Attest, wenn sie jedoch eine Krankheit angeben, muss für diese ein ärztliches Attest eingereicht werden.

    Wenn diese Passagiere ohne Begleitung reisen, kann ein UMNR-Service angeboten werden, der auf die für diesen Service festgelegten Altersgruppen beschränkt ist.

    Passagiere mit Autismus, die in Begleitung reisen und kein störendes (unangemessenes) Verhalten zeigen, benötigen kein ärztliches Attest. Alleinreisende benötigen ein ärztliches Attest, damit der Grad des Autismus erkennbar ist und um festzustellen, ob sie alleine reisen können oder nicht.

    Bei diesen Passagieren müssen folgende Codes in ihrer Buchung vermerkt sein:

    SSR DPNA (Disabled Passenger Needing Assistance) in der Buchung.

    Im Idealfall sollte der SSR-Code bei der Buchungsgenerierung eingegeben werden.

    5.2 Sitzplätze

    Je nach Verfügbarkeit, nicht jedoch  am Notausgang.

    5.3 Antrag

    Der Reisebüromitarbeiter muss den Passagier stets fragen, ob er irgendeine Form von Hilfe bei den Vorgängen Boarding, Transit oder Aussteigen benötigt und dies mit einem SSR-Code OTHS bestätigen. Wenn der Fluggast angibt, dass er in irgendeiner Form Hilfe benötigt, muss dies im freien Textfeld des SSR-Codes DPNA und unter einem SSR-Code OTHS in der Buchung eingetragen werden:

    Beispiel:

    Den Passagier zum Flugsteig des Anschlussflugs führen

    SSR DPNA - ASSIST PSGR IN CONNECTION AT MAD AIRPORT

    SSR OTHS YY - ASSIST PSGR IN CONNECTION AT MAD AIRPORT

    Wenn der Passagier angibt, keine Hilfe zu benötigen:

    SSR OTHS YY PNAE DECLINES ASSISTANCE

    Die Betreuung besteht darin, den Passagier bei einem der Vorgänge Boarding, Transit oder Aussteigen zu begleiten.

    Folgende Passagiere können diesen Service wählen:

    • Passagiere hohen Alters,
    • Schwangere,
    • Mit Kindern (Säuglingen) reisende Mütter,
    • Passagiere mit gewissen Einschränkungen in ihrer Selbstständigkeit als Fluggäste (z. B.: Personen mit Gehhilfen, nach einer Behandlung reisende Personen ohne ärztliche Bescheinigung).

    6.1 Hinweise

    • Gilt nur für LATAM-Flüge, gilt nicht für Codeshare-Flüge mit anderen Fluggesellschaften
    • Die Betreuung (MAAS) muss mindestens 24 Stunden vor Abflug beantragt werden. Bei Anfragen nach Ablauf der 24-Stunden-Frist vor dem Abflug steht der Service am Flughafen zur Verfügung, wenn Personal verfügbar ist.

    6.2 Sitzplätze

    Es können keine Sitzplätze an Notausgängen belegt werden.

    • Die Bestätigung der Anfrage über das System erfolgt automatisch.

    6.3 Antrag

    • Der Reisebüromitarbeiter muss den Passagier stets fragen, ob er in irgendeiner Form Hilfe benötigt. Wenn der Fluggast dies verlangt, muss die Art von Hilfestellung im freien Textfeld zusammen mit dem Code MAAS und unter einem SSR-Code OTHS in der Buchung eingetragen werden, z. B.:

    SSR MAAS - AT TRANSFER IN GRU UP TO GATE ELDERLY PSGR

    SSR OTHS YY - ASSIST ELDERLY PSGR AT TRANSFER IN GRU UP TO GATE

    Wenn der Passagier angibt, keine Hilfe zu benötigen:

    SSR OTHS YY PNAE DECLINES ASSISTANCE

    Bei diesen Fluggästen handelt es sich um Personen mit einer (vorübergehenden oder dauerhaften) Behinderung, die zur Folge hat:

    • Sie können sich nicht um ihre körperlichen Bedürfnisse kümmern.
    • Ihre eingeschränkte Mobilität ist so schwerwiegend, dass sie sich im Falle einer Evakuierung nicht um sich selbst kümmern können.
    • Sie können die Sicherheitsanweisungen weder verstehen noch darauf reagieren.

    Diese Passagiere gelten als nicht selbstständig, sie benötigen ein ärztliches Attest und eine Begleitperson, die sie während der Reise betreut, im Verhältnis 1 zu 1, d. h. jeder Passagier benötigt einen Begleiter.

    Die Begleitperson muss folgende Anforderungen erfüllen:

    • Sie muss ein rechtsfähiger Erwachsener sein (über 18 Jahre alt).
    • Sie muss in der Lage sein, mit der Flugbesatzung und dem Passagier zu kommunizieren.
    • Sie kann die Passagiere beim Boarding, Flug und Aussteigen unterstützen.
    • Sie muss in derselben Fluggastkabine wie der Passagier reisen, den sie begleitet. Der Begleitperson muss ein benachbarter Sitzplatz zugewiesen werden.

    Sie erkundigt sich beim LATAM Mitarbeiter nach den rechtlichen Ausnahmeregelungen vor Ort.

    7.1 Sitzplätze

    Es können keine Sitzplätze an Notausgängen besetzt werden,

    Die Begleitperson muss auf einem Sitzplatz neben dem Passagier reisen. In diesen Fällen kann die Begleitperson keinen Sitzplatz in der ersten Reihe wählen, der 24 h vor dem Flug reserviert wurde (gilt nur für Passagiere mit Behinderung).

    7.2 Antrag

    Es müssen die bestehenden Codes für Behinderungen vermerkt sein und gegebenenfalls zusätzlich ein SSR-Code MEDA.

    Passagiere mit schweren psychischen Erkrankungen können nur reisen, wenn sie psychisch stabil sind und voraussichtlich während des Fluges stabil bleiben. Dies muss in der ärztlichen Bescheinigung ihres behandelnden Psychiaters oder Neurologen angegeben werden. Abhängig von der Diagnose und der Entscheidung des Betriebsarztes, muss die Person eventuell mit einer Begleitperson reisen. Zu berücksichtigen ist:

    • Ein maximal 7 Tage vor Abflug ausgestelltes ärztliches Attest.
    • Zu den schweren psychischen Erkrankungen gehören:
      • Menschen mit psychischen Erkrankungen, die Persönlichkeitsstörungen, Verhaltensstörungen oder eine verzerrte Wahrnehmung der Realität aufweisen (z. B.: Demenz, Psychose, Schizophrenie, psychopathische Persönlichkeit, schwere Depression, Mikrozephalie, Zerebralparese usw.).
      • Menschen mit geistiger Behinderung, die so schwerwiegend ist, dass sie nicht in der Lage sind, zu kommunizieren, Anweisungen zu verstehen und zu befolgen und sich um ihre körperlichen Bedürfnisse zu kümmern.

    8.1 Sitzplätze

    Egal ob die Passagiere allein oder in Begleitung reisen, sie dürfen NICHT an Notausgängen sitzen. Wenn ein Passagier mit schwerer geistiger Behinderung mit einer Begleitperson reist, muss dieser ein Sitzplatz am Gang neben dem Passagier mit Behinderung zugewiesen werden.

    8.2 Antrag

    Passagiere mit dem Vermerk SSR MEDA müssen das Attest zum Zeitpunkt der Buchung oder spätestens 48 Stunden vor Abflug ausstellen lassen. Bei der Eingabe des SSR-Codes MEDA muss das Problem im freien Textfeld angegeben werden. Beispiel:

    SSR MEDA PSGR SCHIZOPHRENIC MEDIF REQ

    DEFINITION

    Es entspricht Passagieren, die aufgrund ihres emotionalen Zustands Reisen in Begleitung eines Hundes benötigen, der ihnen emotionale Unterstützung bietet.  LATAM akzeptiert Hunde nur dann als Tiere zur emotionalen Unterstützung, die für den Passagier kostenlos sind, wenn das Akzeptanzformular für Hunde zur emotionalen Unterstützung oder das ärztliche Attest vorgelegt werden, das diesen Zustand belegt. 

    PNR-Überlegungen:

    • Es bedarf einer Vorankündigung mindestens 48 Stunden vor dem Flug.
    • Dieser Service wird über www.latam.com angefordert, indem Sie das vollständige ESAN-Formular und die folgende Typisierung im Kontaktformular senden: Anwendung > Sonderwünsche > Dokumente zum Reisen mit einem emotionalen Begleithund.
    • Bei Problemen auf latam.com ist es auch über APEC erhältlich und wird mit dem SSR-Code ESAN (Emotional Support Animal - Emotional unterstützendes Tier) in den PNR eingegeben.
    • Alle Anträge werden über die LATAM-Backoffice-Bereiche bewertet, die überprüfen, ob das Formular alle Anforderungen erfüllt. 

     

    Flugbeschränkungen·  

    • Kabine: verfügbar in Economy, Premium Economy, und Premium Business    
    • Routen: Der ESAN-Dienst wird nur auf Strecken angeboten, auf denen die Vorschriften das Konzept der Tiere zur emotionalen Unterstützung anerkennen.
      • Nach/von Mexiko  
      • Nach/von Kolumbien und innerhalb Kolumbiens 

    Dies gilt nicht für Flüge in Anschluss mit anderen Unternehmen oder Codeshare-Flüge, mit Ausnahme von Strecken von/nach Mexiko, die aufgrund der in diesen Ländern geltenden Bestimmungen immer akzeptiert werden müssen, wenn die Reiseroute Codeshare- oder OLA-Flüge umfasst.     

    • Maximum pro Flug: Unbegrenzt.    
    • Präsentation am Flughafen: Passagiere, die mit ESAN reisen, müssen sich eine (1) Stunde vor der auf ihrer Bordkarte angegebenen Präsentationszeit am Flughafen präsentieren. 

     

    ESAN-Reisedokumentation:

    Das von LATAM implementierte ESAN-Formular muss eingereicht werden. In Ausnahmefällen wird ein ärztliches Attest auch akzeptiert, wenn der Passagier nicht über das ESAN-Formular verfügt. Die Bedingungen beider Dokumente sind wie folgt: 

    ESAN-Formular    

    • Dieses Formular muss zum Zeitpunkt der Anforderung des ESAN-Dienstes (mindestens 48 Stunden vor Abflug) bearbeitet werden. Dieses Dokument muss von der psychiatrischen Fachkraft, die den Passagier behandelt, und vom Passagier selbst in jedem der angegebenen Abschnitte ausgefüllt werden, bevor es über das Latam.com-Kontaktformular gesendet wird.·       
    • Dieses Formular ist 1 Jahr gültig, gerechnet ab dem Datum der Unterschrift des behandelnden Arztes und auf allen Flügen vorzulegen, die während seiner Gültigkeit durchgeführt werden. ·       
    • Der Passagier muss über die Originaldokumente verfügen, da diese zu jedem Zeitpunkt der Reise (Flughafen oder Flug) angefordert werden können.·       
    • Das Formular besteht aus 3 Teilen. Sie können sie überprüfen, indem Sie  hier klicken. 

     

    Ärztliches Attest·      

    • Das Attest muss von einem Fachmann im Bereich der psychischen Gesundheit ausgestellt werden (zum Beispiel: Psychiater, Psychologe, usw.) bei der Anfrage und beim Check-in am Flughafen.  Das Attest muss:
      •  geben die emotionale Behinderung des Passagiers an und geben ausdrücklich an, dass das Tier zur emotionalen Unterstützung als Dienstleistung für das Reisen mit dem Flugzeug und/oder die Durchführung von Aktivitäten am Ziel des Passagiers benötigt wird.
      •   Ausstellungsdatum; vollständiger Name und Identitätsnummer des Patienten und des behandelnden Arztes* angeben, sowie Kontakttelefonnummern und/oder medizinisches Zentrum und die Unterschrift des Fachmanns.·       
      • lesbar und verständlich sein·       
      • In Kraft sein (wurden nicht länger als 1 Jahr ausgestellt)·       
      • Geben klar an, wann der Passagier mit mehr als einem Hund unterwegs ist.·   
    •  Das Versäumnis, die Unterlagen vorzulegen, ist ein Grund, das Einsteigen zu verweigern.

     

     Anforderungen an die Hygienedokumentation:  muss den in den Herkunfts-, Transit- und Bestimmungsländern festgelegten Hygiene- und Dokumentationsanforderungen entsprechen. Laut TIMATIC können Referenzinformationen bereitgestellt werden, um diese möglichen Hygienebeschränkungen zu identifizieren, und der Passagier darüber informiert werden, dass es in seiner Verantwortung liegt, sich an die Sanitärbehörden zu wenden, um Informationen zu Reisebeschränkungen gemäß den Anschlussländern und dem Bestimmungsort zu erhalten. Weitere Details unter latam.com

     Akzeptanzbedingungen für Hunde

    • Maximale ESAN pro Passagier: Pro Passagier darf nur 1 Hund zur emotionalen Unterstützung transportiert werden.
    • Mindestalter: Der Hund muss mindestens 4 Wochen alt sein.
    • Größe und Position des Hundes: sollte sich zu Füßen des Passagiers, unter dem Vordersitz oder auf Ihrem Schoß befinden. Hunde, die auf dem Schoß des Passagiers reisen, dürfen nicht größer als ein 2-jähriges Kind sein. In all diesen Fällen darf der Hund weder den Fahrgastraum überschreiten noch die Gänge blockieren. Sie sollten keiner Notfallwarteschlange zugeordnet werden. 

    Zum Zeitpunkt der Verpflegung an Bord wird der Passagier aus Sicherheitsgründen gebeten, den Hund zu seinen Füßen zu legen.Wenn der Hund zu groß oder zu schwer ist, um sicher in der Kabine platziert zu werden (ohne den Raum anderer Passagiere zu überschreiten oder die Gänge zu blockieren), muss er als AVIH im Laderaum transportiert werden, wobei alle Anforderungen erfüllt und kostenlos sind.

    • Leine / Maulkorb Verwendung: Sie müssen eine Leine oder ein Geschirr tragen. Es wird empfohlen, eine Maulkorb mitzubringen, falls diese an Bord verwendet werden muss.·       
    • Hundestatus: ·       
      • Muss sauber, gesund und brav sein. Sie müssen sich während der Reise korrekt verhalten, genau wie Servicetiere. z.B.: Der Hund sollte sich nicht aggressiv verhalten und in der Flugzeugkabine nicht schmutzig werden.·       
      • Wenn er zu irgendeinem Zeitpunkt der Reise unangemessenes Verhalten zeigt, ohne provoziert zu werden (bellt, knurrt, auf andere Passagiere springt oder sich an unangemessenen Orten erleichtert, was Auswirkungen auf seine Umwelt hat), wird der Passagier gebeten, das Tier einzudämmen oder mitzunehmen die Hygienemaßnahmen, die zur Lösung dieser Situation erforderlich sind (Maulkorb, Windel anziehen, reinigen usw.). 
      • Der Hund kann nicht an Bord gefüttert werden. ·       
    • Zulässige Rassen: Die Akzeptanz von Hunden zur emotionalen Unterstützung ist in Bezug auf Rassen nicht eingeschränkt, es sei denn, die Bestimmungen des Bestimmungsortes oder des Anschluslandes legen dies fest.  Diese Informationen sind bei TIMATIC erhältlich.·       
    • Der Passagier ist dafür verantwortlich, dass ein geeigneter Container als AVIH eingecheckt wird, wenn der Transport des Hundes in der Kabine nicht möglich ist (z. B. die Größe überschreitet den verfügbaren Platz, unangemessenes Verhalten usw.).

    Sitzplätze·      

    • Sie sollten keiner Notfallwarteschlange zugeordnet werden. Diese Passagiere sollten sich vorzugsweise am Fenster und in den letzten Reihen des Flugzeugs befinden.·       
    • Der Hund muss sich zu Füßen des Passagiers, unter dem Vordersitz oder auf seinem Schoß befinden
    • Der Hund kann keinen Platz einnehmen. 

    Im Gegensatz zu Passagieren, die mit einer Begleitperson reisen (die von einem Dritten betreut werden), oder solchen, die emotionale Unterstützung benötigen (mit einem Begleithund zur emotionalen Unterstützung reisen), wird den PNAE Unterstützung angeboten, wenn sie angeben, diese zu benötigen.

    Um die Arten von Betreuung nachzuschlagen, klicken Sie hier.

    Blindenhunde sind Hunde, die für Führungs- und Hilfsaufgaben oder andere Aufgabenbereiche ausgebildet sind. Sie werden von Passagieren mit unterschiedlichen Krankheiten eingesetzt, wie etwa:

    • Sensorisch beeinträchtigte Personen (Seh- oder Hörbehinderung)
    • Passagiere, die an Gleichgewichtsstörungen leiden
    • Diabetiker
    • Epileptiker

    Diese Hunde unterstützen Menschen, indem sie Passagiere mit Seh- oder Hörbehinderungen führen, rechtzeitig warnen, wenn sie in Ohnmacht fallen oder wenn sie spüren, dass die Person, die sie begleiten, kurz davor steht, eine diabetische Dekompensation oder einen epileptischen Anfall zu erleiden. Aus diesem Grund sind sie unabdingbar für deren Alltag.

    11.1 Hinweise

    • Das Reisen mit diesem Service entbindet nicht der Pflicht des ärztlichen Attests, wenn die Krankheit dies erfordert.
    • Sie müssen durch ein offizielles Merkmal ordnungsgemäß identifiziert werden können (die Identifikationsmarke und das Identifikationsschild, die von einem Ausbildungszentrum für Blindenhunde oder vom Ausbilder ausgestellt werden).
    • Es gibt keine Beschränkung der Anzahl von Blindenhunden an Bord, mit Ausnahme der für das Zielland oder die Transitländer geltenden Gesundheitsauflagen; für diese müssen die entsprechenden Unterlagen vorgelegt werden, die diese Länder anerkennen.
    • Dies gilt für jeden LATAM-Flug (mit Ausnahme der Galapagosinseln), bei dem die Flugbuchung bevorzugt im Operating-Modus vorzunehmen ist.
    • Blindenhunde sind gebührenfrei und gehören nicht zum Freigepäck des Passagiers.

    11.2 Hinweise zu Unterlagen für Hunde

    • Die Annahme des Tiers richtet sich nach den Gesundheitsauflagen und erforderlichen Unterlagen, die von der Gesundheitsbehörde des jeweiligen Landes festgelegt werden. Referenzielle Informationen können gemäß TIMATIC erfasst werden, um mögliche Gesundheitsauflagen festzustellen und den Passagier darüber zu informieren, dass es in seiner Verantwortung liegt, sich an die Gesundheitsbehörden zu wenden, um sich über die Reisebeschränkungen je nach Anschluss- und Zielland zu informieren.
    • Eine Ausnahme gilt für Inlandsflüge in Brasilien: Hier muss ein aktueller Impfpass mitgeführt werden. Für internationale Flüge aus Brasilien ist der aktuelle Impfpass und die Internationale Gesundheitsbescheinigung für Tiere erforderlich.

    11.3 Sitzplätze

    • Es dürfen keine Sitzplätze an Notausgängen belegt werden. Es sollte vorzugsweise ein Fensterplatz zugewiesen werden. Die Tiere sollten sich unter dem Vordersitz zu Füßen des Passagiers befinden, ohne den Durchgang zu behindern.
    • Aufgrund der Anforderungen der Verordnung zu Menschen mit Behinderung müssen Sitze in der ersten Reihe der Economy-Kabine bis 24 Stunden vor Abflug bei Bedarf für behinderte Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität oder solche, die mit einem Blindenhund reisen, verfügbar sein.
    • Dieser Sitz wird immer blockiert und variiert je nach Modell.
    • Diese Sitze sind je nach Flugzeugtyp:

    Flugzeugtyp

    Sitz

    A319

    1C

    A320

    A321

    B767

    12D

    B787

    • Nach Ablauf des Zeitraums von 24 Stunden können diese Plätze anderen Fluggästen mit besonderen Bedürfnissen zugewiesen werden.
    • Wenn der behinderte Fluggast den Sitz nicht rechtzeitig anfordert (also nicht die erforderliche Vorankündigung einhält) und trotzdem nach einem Platz in der ersten Reihe verlangt, muss ihm erklärt werden, dass dies nicht möglich ist, da die für diese Personen reservierten Plätze bereits für andere Zwecke freigegeben wurden und ihnen ein anderer verfügbarer Platz zugewiesen werden muss.
    • Gilt nur für Passagiere mit Behinderungen. Passagieren, die in Begleitung reisen müssen, muss ein anderer Sitzblock zugewiesen werden, sodass sie nebeneinander sitzen können.
    • Der Flughafen kann diesen Passagieren keine zusätzlichen Sitzplätze in der ersten Reihe neu zuweisen, daher muss der Sitz beim Kauf zugewiesen werden.

     

    11.4 Verwendung von Leine und Maulkorb bei Begleithunde

    • Nach den Vorschriften der Luftfahrtbehörde muss die Leine/das Geschirr durchgehend an Bord des Flugzeugs verwendet werden.
    • Der Maulkorb, der immer mitgeführt werden muss, wird nur bei Bedarf an Bord benutzt. Sobald das Tier bestätigt ist, muss der Reisebüromitarbeiter ein OSI mit einem Vermerk eingeben, dass er den Passagier über die Benutzungsbeschränkungen von Maulkorb und Leine/Geschirr informiert hat.