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LATAM TRADE

Verkauf | Modifikationen des Flugtickets

    DEFINITION

    Als Modifikation des Tickets gilt jede der nachfolgend aufgeführten Änderungen eines bereits ausgestellten Tickets:

    • Flug
    • Datum
    • Flugbetreiber
    • Strecke
    • Buchungsklasse
    • Umbuchung auf einen neuen Flug (gilt nicht für Tickets der Kategorie LATAM Fidelidade)

     

    Die Änderungen werden je nach Ursache eingeteilt in:

    Art der Änderung

    Ursache

    Freiwillig

    Durch den Passagier beantragt (Einzelheiten in diesem Kapitel)

    Unfreiwillig

    Entstanden durch eine Situation, die nichts mit dem Passagier zu tun hat. (siehe Kapitel Schutz der Fluggäste)

     

    Vor der Durchführung freiwilliger Änderungen von LATAM-Tickets ist Folgendes zu beachten:

    • Prüfung der Gültigkeit des Tickets.
    • Prüfung, ob der Tarif die Änderung zulässt.
    • Eine Neuausstellung ist nur gemäß den folgenden Tarifänderungen erlaubt:
      • Publizierte Tarife zu publizierten Tarifen (published fare)
      • Sondertarife zu Sondertarifen (private fares)
      • Sondertarife zu publizierten Tarifen
    • Es ist zu beachten, dass die Sondertarife ihre ursprünglichen Tarifbestimmungen beibehalten, sofern bei dem Kanal, über den die Neuausstellung erfolgt, Zugang zum Sondertarif besteht. Ist dies nicht der Fall, so hat die Neuausstellung zum publizierten Tarif zu erfolgen.
    • LATAM prüft die Änderungen eines Tickets auf Grundlage des Datums der Neuausstellung und nicht auf Grundlage des Datums, zu dem die Änderung im PNR durchgeführt wird. Daher muss jede Änderung der Buchung gleichzeitig mit der Neuausstellung des Tickets erfolgen.
    • Beinhaltet der Tarif eine Änderungsgebühr, muss die höchste Gebühr der zu ändernden Flugcoupons ermittelt werden.
    • Bei der Umschreibung darf keine Differenz zu Gunsten des Passagiers entstehen. Der Tarif muss mindestens gleichwertig bzw höher als der ursprüngliche Tarif sein.
    • Jede Art von freiwilliger Änderung bewirkt eine Neuausstellung des Tickets.
    • Änderungen des Tickets, die über den indirekten Kanal vorgenommen werden, müssen immer durch den ausstellenden Veranstalter erfolgen. Es ist zulässig, eine Neuausstellung in einer anderen IATA als der der Ausstellung vorzunehmen, sofern beide IATA-Nummern den Niederlassungen desselben Reiseveranstalters entsprechen.

     

    Informationen zu freiwilligen Änderungen, die direkt von LATAM Airlines vorgenommen werden

    Wenn der Passagier mit LATAM in Kontakt tritt oder die latam.com-Websites von Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Ecuador und Peru besucht, kann er die Änderung vornehmen lassen, sofern die Bedingungen erfüllt sind.

    Folglich verliert der ausstellende Reiseveranstalter in allen Fällen, in denen das Ticket erneut ausgestellt wird, die Zuständigkeit für das Ticket und der Passagier muss sich für künftige Anfragen an LATAM wenden. Dies wird dem Passagier vor Durchführung der Änderung mitgeteilt. Die geänderten Buchungen erhalten folgende Meldung: SSR OTHS PSGR ACCEPTS TKT UNDER LATAM CTRL

    Die Art der Neuausstellung ist abhängig davon, ob die Änderung vor Reiseantritt oder während der Reise erfolgt:

    Arten von Neu-ausstellungen

    Reiseantritt durch Passagier

    Gültigkeit des neu ausgestellten Tickets*

    Durch den Reiseveranstalter zu veranlassen

    AUSTAUSCH

    „Exchange“

    Bei noch nicht angetretener Reise und wenn die Änderung den ersten Coupon betrifft

    12 Monate ab dem Datum der Neuausstellung

    Die gesamte Reise ist zu einem zum Datum der Neuausstellung verfügbaren Tarif erneut zu bezahlen.

    Das Original-Ticket wird für die Zahlung eines neuen Tickets eingereicht (Gesamtbetrag gegen Gesamtbetrag).

    VERLAUF

    Bei noch nicht angetretener Reise und wenn die Änderung den ersten Coupon NICHT betrifft

    Nach Reiseantritt

    12 Monate ab dem Datum des Reiseantritts

    Die gesamte Reise ist an dem Datum der Ausstellung des Original-Tickets* erneut zu bezahlen.

     

     

    Jedes Ticket, bei dem diese Fristen nicht erfüllt sind, gilt als abgelaufen und wird daher nicht zur Durchführung von Änderungen oder Erstattungen akzeptiert.

    (*) Als Originalausstellung gilt:

    a) Bei einer ersten Neuausstellung: das Kaufdatum des Original-Tickets.

    b) Ab der zweiten Neuausstellung: das Datum des letzten Tickets, mit dem der erste Coupon geändert wurde, oder, falls nicht vorhanden, das Kaufdatum des Original-Tickets.

    Hinweise zur Neuausstellung „Exchange“

    • Bei der Neuberechnung des Flugs und der Neuausstellung des Tickets müssen die Komponenten, deren Änderung nicht zulässig ist, unverändert bleiben. Wenn diese Komponenten bei der Neuberechnung nicht kombiniert oder die ADVP oder andere Regelungen, die eine Änderung erfordern, nicht eingehalten werden können, kann die Änderung des Tickets nicht vorgenommen werden.
    • Gilt für Neuausstellungen mit „Vertragsänderung“ (Wechsel eines Tickets DOM auf INTER oder eines Tickets INTER auf DOM).

     

    Hinweise zur Neuausstellung „Verlauf“

    • Alle Segmente, die geändert werden, sind als „zeitlich“ neu zu berechnen. Dies gilt unabhängig von Buchungsklasse, Strecke und angewandtem Tarif.
    • Bei der Neuberechnung muss der benutzte Coupon mit dem Tarif des Coupons, der geändert werden soll, übereinstimmen. Ist dies nicht der Fall und der verwendete Coupon:

    a) lässt keine Änderungen zu, so kann die Neuausstellung nicht   vorgenommen werden.

    b) lässt Änderungen zu, so kann der Tarif angehoben werden, damit die Neuausstellung erfolgen kann.

    • Bei Neuausstellungen mit Vertragsänderung (Wechsel eines Tickets DOM auf INTER oder eines Tickets INTER auf DOM) wird die Wertermittlung beibehalten, der auf die geflogene Strecke* angewandte Tarif und eventuell anfallende Strafgebühren werden davon abgezogen und der Saldo wird auf die Zahlung des neuen Tickets, das mit dem zum Zeitpunkt der Neuausstellung aktuellen Wert berechnet wird, angerechnet.

     

    *Neuberechnung des zum ursprünglichen Ausstellungsdatum in Anspruch genommenen Flugs unter Beibehaltung derselben oder Anwendung einer höheren Klasse.

    Hinweise zu Änderungen der Komponenten REF/NON REF:

    Änderung der

    Tarifkomponente

    Betrag des Tarifs (ohne Q) des neuen Tickets

    REF

    Wenn die Modifikation nur Änderungen der Komponente REF umfasst, so kann der Betrag des Tarifs (ohne Q) für das neue Ticket geringer, gleich oder höher als der ursprüngliche Betrag sein.

    NON REF

    Wird eine Komponente NON REF eines Tickets geändert, muss der Betrag des Tarifs (ohne Q) für das neue Ticket gleich oder höher als der ursprüngliche Betrag sein.

     

    • Das neue Ticket behält die auf NON REF bezogenen Beschränkungen des Original-Tickets bei, falls eine Rückerstattung beantragt wird.

    Z. B.: Änderungen des Tarifs NON REF zu REF behalten die Beschränkung von NON REF des ursprünglichen Betrags bei, bei dem keine Rückerstattung erlaubt ist.

    • Bei freiwillig vorgenommenen Änderungen eines Tickets müssen alle Tarifregelungen erfüllt sein (Minimum, Maximum etc.).
    • Durch direkte Kanäle erstellte EMDs können nicht für die Zahlung in den GDS verwendet werden.
    • Falls das EMD auf eine andere Person als den neuen Passagier ausgestellt wurde, so erhält LATAM den durch die Neuausstellung entstehenden Saldo nicht für die Zahlung des EMD. In diesen Fällen ist es lediglich möglich, eine Rückerstattung des EMD zu beantragen.

     

    Vorgehen:

    1. Die neu auszustellenden Coupons müssen die Kennzeichnung EXCHANGED (ausgetauscht) erhalten, andernfalls ist der Status zu ändern.
    2. Das Feld ISSUED IN EXCHANGE FOR (ausgestellt im Austausch für) muss die Nummer des Tickets, das neu ausgestellt wird, enthalten.
    3. Im Feld ORIGINAL ISSUE (Originalausstellung) müssen die Informationen aus dem Original-Ticket, das nun neu auszustellen ist, oder dessen Nummer angegeben werden, falls das Feld nicht ausgefüllt war.
    4. Berechnung in der Währung des Original-Tickets, wenn es sich bei dem neu ausgestellten Ticket um ein internationales handelt (nicht genutzte Tarife und Boarding-Gebühren). Die zu zahlende Differenz wird nach dem am Tag der Neuausstellung gültigen Wechselkurs ermittelt.
    5. Neuausstellung des Tickets.
    • Für Tickets mit LATAM-Tarifen gilt die höchste oder restriktivste Gebühr in Bezug auf die geänderten Komponenten. Dies ist unter dem Punkt „Penalties“ des Tarifs anzugeben.
    • Die Höhe der Gebühr kann variieren, je nachdem, ob die Rückerstattung VOR oder NACH Abflug beantragt wird.

     

    Erläuterung zu „ANY TIME“

    Der Reiseveranstalter muss besonders darauf achten, ob der Text der Kategorie „Penalties“ eine andere Gebühr unter „ANY TIME“ ausweist, da es zwingend erforderlich ist, den Wortlaut bei „NOTE“ zu überprüfen.

    Dies gilt insbesondere, wenn angegeben ist:

    • ANY TIME → Anzuwenden vor Abflug
    • ANY TIME- NO SHOW (NOTE) → Anzuwenden nach Abflug

    Beispiel:

    16.PENALTIES 

    ANY TIME 

    CHARGE USD 200.00 FOR REISSUE. 

    Es werden 200 US-Dollar für die freiwillige Neuausstellung vor Abflug erhoben

    ANY TIME 

    CHANGES USD 250.00 FOR NO-SHOW. 

    NOTE - TEXT BELOW NOT VALIDATED FOR AUTO PRICING. 

    REISSUE MUST BE COMPLETED BEFORE 

    DEPARTURE TIME OF THE ORIGINAL FLIGHT -OTHERWISE

    IT WILL BE CONSIDERED NO-SHOW AND SUCH 

    PENALTY/RESTRICTION WILL APPLY.

    Es werden 250 US-Dollar für die freiwillige Neuausstellung nach Abflug erhoben (No-Show).

    • Im Abschnitt NOTE (Hinweis) wird darauf hingewiesen, dass die Neuausstellung vor dem Abflugzeitpunkt des ursprünglichen Flugs erfolgen muss. Wird die Änderung nach Abflug vorgenommen, so wird die unter dem Punkt „No-Show“ angegebene Strafgebühr erhoben.
    • Es ist unbedingt notwendig, die Passagiere beim Verkauf auf diesen Umstand hinzuweisen.
    • Die Erhebung der Gebühren erfolgt gemäß der in der entsprechenden Tarifregelung angegebenen Definition.

     

    VERFAHRENSWEISE BEI DER ERHEBUNG VON GEBÜHREN:

    Die Änderungsgebühr muss im Rahmen des Tickets unter Anwendung des OD-Codes erhoben werden. Dies gilt für alle Märkte, die über die LATAM-Plattform bedient werden, unabhängig von den an der Reiseroute beteiligten Akteuren.

    Der OD-Code ist in den Programmen bestimmter GDS zur automatischen Neuausstellung konfiguriert. Ist dies nicht der Fall, müssen die Reiseveranstalter die Erhebung der Gebühr in der Steueraufgliederung des Tickets ausweisen. In den Ländern, in denen die Gebühr steuerpflichtig ist, ist dieser Steuerbetrag separat im entsprechenden Feld für Steuern auszuweisen. Dies gilt nicht für Argentinien und Paraguay. Dort ist die Mehrwertsteuer im als Gebühr erhobenen Betrag enthalten.

    Die einzigen Ausnahmen in Bezug auf die Gebührenerhebung unter Anwendung des OD-Codes bilden die USA und Kanada; in diesen beiden Ländern wird zur Erhebung der Gebühr der CP-Code verwendet.

     

    Hinweise:

    • Die Änderung in der Buchung und die Neuausstellung des Tickets müssen am selben Tag vorgenommen werden.
    • Die Erhebung der Zuschlagsgebühr muss für jeden Passagier gesondert über ein einziges Ticket erfolgen.
    • Die bei einer Neuausstellung mit dem OD-Code erhobene Gebühr gilt nicht als Teil der Abgabensumme. Die Strafgebühr wird bei jeder Neuausstellung zu 100 % erhoben.
    • Auf den OD-Code können keine Provisionen erhoben werden und eine Erstattung ist nicht möglich.
    • Die tariflichen Unterschiede müssen im neuen Flugticket als ADC ersichtlich sein.
    • Für Reiseveranstalter, die nicht das in diesem Kapitel beschriebene Einzugsverfahren für ihren Markt anwenden, wird der Betrag von 5,00 US-Dollar zzgl. der an die ADMs geknüpften Verwaltungsgebühren in den Märkten, die Verwaltungsgebühren erheben, fällig.
    • In den Ländern, in denen Mehrwertsteuer zu zahlen ist, beträgt die ADM 5,00 US-Dollar zzgl. Mehrwertsteuer.
    • Zusätzlich erfolgt bei jeder Regelwidrigkeit die Ausstellung einer ADM über 100 % des Betrags der Strafgebühr zzgl. der an die ADMs geknüpften Verwaltungsgebühren in den Märkten, die Verwaltungsgebühren erheben.
    • Der Reiseveranstalter kann der ADM in dem dafür vorgesehenen Zeitraum, d. h. innerhalb von 14 Kalendertagen, beginnend ab dem Tag der Ausstellung der ADM, widersprechen (in Übereinstimmung mit der Definition der IATA).
    • Anfragen zur Überprüfung fakturierter ADMs müssen per E-Mail über die üblichen Wege eingereicht werden. Die erhobene Verwaltungsgebühr ist nicht erstattungsfähig, auch wenn dem für die Regelwidrigkeit erhobenen Betrag später widersprochen wird; daher bleibt die erhobene Verwaltungsgebühr bestehen, auch wenn die ADM entfallen sollte.

    Eine „Umbuchung auf einen anderen Flug“ erlaubt dem Inhaber eines Tickets, dieses bei einem neuen Ticketkauf für einen anderen Passagier zur Zahlung zu verwenden.

     

    Anwendungsbereich

     

    • Gilt für freiwillige und unfreiwillige Umbuchungen. Für Brasilien, die USA und Kanada gelten Einschränkungen für die Durchführung dieser Option durch indirekte Kanäle.
    • Gilt nicht für Tickets der Kategorie LATAM Fidelidade.
    • Für den neuen Flug muss immer eine neue Buchung erfolgen (wie für einen neuen Kauf).
    • Nur anwendbar auf noch nicht als Neuausstellung „Exchange“ verwendete Tickets, da dies einen neuen Vertragsabschluss darstellt und der Flug komplett unter Anwendung des zum Zeitpunkt der Neuausstellung geltenden Tarifes erneut bezahlt werden muss.
    • Die Neuausstellung muss zum selben oder einem höheren Betrag als dem Wert des Original-Tickets und 1 zu 1 erfolgen.
    • Änderungen müssen für alle Komponenten des Original-Tickets zulässig sein.
    • Bei freiwilligen Umbuchungen werden die Änderungsgebühr und eventuell bestehende Tarifunterschiede entsprechend der aktuellen Verfügbarkeit zum Zeitpunkt der Umbuchung berechnet.
    • Bei unfreiwilligen Umbuchungen entfällt lediglich die Änderungsgebühr, was bedeutet, dass die Neuausstellung zulässig ist und nur eventuell bestehende Tarifunterschiede zu bezahlen sind.

     

    Hinweise zur Vorlage von Nachweisen:

     

    Dem Reiseveranstalter muss die Genehmigung des Ticketinhabers (schriftlich) vorliegen und er ist verantwortlich für alle Folgen, die aus dieser Umbuchung entstehen können. Falls der Ticketinhaber einen Dritten mit der Umbuchung beauftragt, so hat dieser rechtliche Dokumente vorzulegen (z. B. eine notarielle Vollmacht), die ihn dazu bevollmächtigen und im Land der Ausstellung gültig sind.

     

    Diese Dokumente zur Bevollmächtigung müssen vom Reiseveranstalter als Nachweis gegenüber eventuellen Nachfragen durch LATAM aufbewahrt werden.

    Bei Zusatzleistungen sind Änderungen möglich (ohne Gebühr), sofern der Tarif des Tickets Änderungen zulässt.

    Verbindung zwischen Komponenten:

    Jede Änderung der Reiseroute unterbricht die Synchronisierung zwischen dem Ticket und dem EMD-A.

    Es ist notwendig, die Synchronisierung durch die Wiederzuweisung des EMD-A wiederherzustellen.

    Sollte aus irgendeinem Grund die Neuausstellung des Tickets, jedoch nicht die Wiederzuweisung des EMD-A erfolgen, kann der Passagier das Produkt/den Service nicht nutzen, auch wenn aus seiner Buchung die Nummer des erstellten EMD-A hervorgeht.

    Vorgehen:

    Derzeit können die Systeme keine Wiederzuweisungen oder Wiederausstellungen des EMD-A ausführen; da es sich hierbei um eine mit dem Ticket synchronisierte Art handelt, müssen die Reiseveranstalter, sofern die Zusatzleistung Änderungen zulässt, das Ticket erneut ausstellen und einen Mitarbeiter des Kundendienstes für Reiseveranstalter kontaktieren, um die Anträge wie folgt bearbeiten zu können:

    Art der Änderung

    Durch den Reiseveranstalter zu veranlassen

    Der Passagier, die Dienstleistung sowie die Route bleiben bestehen und es entstehen KEINE Vor- oder Nachteile in Bezug auf die Tarifunterschiede.

    Beispiel: Änderung des Datums/Flugs, wenn Route bestehen bleibt.

    Mitarbeiter des Kundendienstes für Reiseveranstalter kontaktieren und die Wiederzuweisung des EMD-A beantragen. Dieser Prozess entzieht dem Reiseveranstalter nicht die Zuständigkeit für die Buchung.

    Alle weiteren Fälle:

    Beispiel:

    - Änderung der Route

    - Änderungen mit Tarifunterschieden

    - Korrektur des Namens etc.

    Z. B.: Änderung des Sitzes +Adelante („weiter vorne“) gegen +Space plus  (mehr Platz“) auf demselben Flug.

    Der Reiseveranstalter muss ein neues EMD-A ausstellen, das mit dem neuen Flug verknüpft ist, um danach das ursprüngliche EMD-A zu erstatten, und zwar wie folgt:

    Wenn das EMD-A eine Erstattung zulässt, muss das EMD-A erstattet und ein neues ausgestellt werden.

    Wenn das EMD-A eine Erstattung nicht zulässt, muss der zuständige LATAM-Mitarbeiter des Kundendienstes für Reiseveranstalter kontaktiert werden, der einen Waiver einträgt, um die Erstattung des EMDs zu genehmigen.

     

    Die Sitzplätze der Kategorie Standard (Seat Selection), die den Tarifen PLUS und TOP zugewiesen sind, müssen dem neuen Flug nicht wieder zugewiesen werden, da dieser 

    LATAM erlaubt die folgenden kommerziellen Ausnahmen:

    1 Freiwillige Umbuchung auf eine höhere Buchungsklasse (kein Waiver notwendig)

    2 Flexibilität für Änderungen bis 24 Stunden nach dem Kauf (Waiver notwendig)

    3 Änderungen aus gesundheitlichen Gründen, aufgrund von Todesfall, Diebstahl von Dokumenten oder abgelaufenen Dokumenten (Waiver notwendig)

    4 Nicht konsekutive Nutzung der Coupons (Waiver nur dann notwendig, falls das Ticket eine Änderung nach Abflug nicht erlaubt)

    5 Verbraucherschutzgesetz Peru

    Für Änderungen durch Vorauszahlung / Verschiebung innerhalb desselben Kalendertages siehe Kapitel Ergänzungen (Ancillaries).

           In den Fällen, in denen ein Waiver notwendig ist, muss der Reiseveranstalter 

    • den Mitarbeiter des Kundendienstes für Reiseveranstalter kontaktieren und die Aufnahme des entsprechenden Waivers beantragen.
    • die Neuausstellung des Tickets unverzüglich vorzunehmen. 

     

    1 Freiwillige Umbuchung auf eine höhere Buchungsklasse: 

    • Passagiere mit einem LATAM-Ticket für die Economy-Klasse, die eine freiwillige Änderung vornehmen möchten, um in einer höheren Klasse (Premium Economy oder Premium Business) für einen oder mehrere Flüge innerhalb der selben Reservierung zu reisen, können dies ohne Strafgebühren – jedoch nur bei Bezahlung der Differenz der gültigen Tarife – tun, um Datum, Strecke oder Flug von LATAM-Marketing/Operating frei zu wählen, sofern es sich um denselben Passagier handelt.
    • Der ursprüngliche Tarif muss Änderungen zulassen und die Tarifregelungen erfüllen. Die einzigen davon ausgenommenen Kosten sind die Strafgebühren.
    • Kein Waiver notwendig 

     

    2 Flexibilität für Änderungen bis 24 Stunden nach dem Kauf 

    Um Passagieren Alternativen bieten zu können, wenn diesen Fehler beim Kauf unterlaufen sind, erlaubt LATAM die Durchführung EINER Änderung von Datum, Flug und/oder Strecke oder die Änderung auf einen neuen Flug. Dabei werden bis zum auf die Ausstellung folgenden Tag keine Strafgebühren erhoben.

    Z. B.: Wenn ein Passagier heute ein Ticket kauft, hat er bis zum nächsten Tag um 23:59 Uhr Zeit, um eine Änderung vorzunehmen. Hierfür ist ein Waiver notwendig. 

    Anwendungsbereich 

    • Gilt für NICHT VERWENDETE LATAM-Tickets (die Änderung auf einen neuen Flug gilt nicht für Tickets der Kategorie LATAM Fidelidade)
    • Es sind die übrigen Tarifregelungen und die aktuellen Richtlinien für Neuausstellungen zu beachten.
    • Die Änderung kann nur ein einziges Mal vorgenommen werden.
    • Die Änderung erfolgt unter Berücksichtigung der verfügbaren Klasse. Daher müssen eventuell bestehende Tarifunterschiede bezahlt werden. 
    • Die Änderung muss vom ausstellenden Reiseveranstalter vorgenommen werden (dieselbe IATA)
    • Nicht anwendbar auf Gruppenbuchungen
    • Eine Rückerstattung ist nicht möglich, mit Ausnahme der USA aufgrund der Regelungen des DOT

     

    3 Änderungen aus gesundheitlichen Gründen, aufgrund von Todesfall, Diebstahl von Dokumenten oder abgelaufenen Dokumenten 

    • LATAM verfügt über Richtlinien zu gesundheitlichen Ausnahmefällen für kritische Situationen bzw. Krankenhausaufenthalten sowie Richtlinien zu Ausnahmen aufgrund von Verlust oder Diebstahl von Dokumenten oder abgelaufenen Dokumenten (einschließlich eines abgelaufenen Visums).
    • Jegliche Ausnahme dieser Art ist VOR der dem Abflugzeitpunkt des ursprünglichen Flugs bei dem zuständigen Mitarbeiter des Kundendienstes für Reiseveranstalter vor Ort einzureichen, der die Situation unter Anwendung der internen Richtlinien bewertet.
    • In jedem der genannten Fälle werden Dokumente benötigt, welche die Angaben bestätigen.
    • Für die Ausnahmen wird zum Nachweis ein Waiver benötigt. 

     

    4 Nicht aufeinander folgende Nutzung von Coupons auf Inlandsstrecken in Argentinien, Chile und Ecuador 

    Die nicht aufeinander folgende Nutzung von Coupons ist denjenigen Passagieren gestattet, die keine weiteren Flüge für ihre Streckenabschnitte in Anspruch nehmen möchten und den/die folgenden Coupon(s) gerne am selben Tag/Flug ohne zusätzliche Kosten verwenden würden.

    Hinweise:

    • Diese Ausnahme ist nur anwendbar auf Tickets von LATAM, bei denen die Reiseroute zu 100 % aus Inlandsstrecken in CL, AR und EC besteht. 
    • Wenn die Buchung infolge des No-Shows des Passagiers inaktiv ist, kann die Reaktivierung der folgenden Streckenabschnitte bis zu 1 Stunde und 30 Minuten vor dem Abflugzeitpunkt des entsprechenden Streckenflugs beantragt werden.
    • Aufgrund technischer Einschränkungen kann diese Ausnahme nur unter bestimmten Bedingungen über den indirekten Kanal erfolgen; daher muss, wenn der Passagier den Wunsch einer Änderung der Flugstrecke äußert, angegeben werden, dass der Prozess direkt bei LATAM durchgeführt werden muss.

     

    Schritt-für-Schritt-Anleitung für Reiseveranstalter:

    • Passagiere mit aktiver Buchung
      • Den Fahrgast darauf hinweisen, dass der unbenutzte Coupon und die damit verbundenen Zusatzleistungen ihre Gültigkeit verlieren. 
      • Die Abschnitte entfernen, die der Passagier laut seiner Angabe nicht in Anspruch nehmen wird, und in der Buchung nur die Flugstrecken beibehalten, die der Passagier fliegen wird.
      • Bei dem zuständigen Mitarbeiter des Kundendienstes für Reiseveranstalter einen Waiver für die Ausnahme beantragen. 
      • Überprüfen, ob die Coupons von dem zuständigen Mitarbeiter des Kundendienstes für Reiseveranstalter korrekt mit dem Ticket verknüpft wurden. 
      • Überprüfen, ob alle der Buchung zugehörigen Ergänzungen (Ancillary Elements) zugeordnet wurden.
      • Alle Hinweise, welche die Angaben bestätigen, in das PNR eintragen.
      • Den Passagier darauf hinweisen, dass die Rückerstattung seiner Boarding-Gebühren erst nach der letzten geflogenen Strecke beantragt werden kann.

     

    • Passagiere ohne aktive Buchung (Buchung storniert aufgrund von No-Show): 
      • Den Passagier darauf hinweisen, dass der unbenutzte Coupon und die damit verbundenen Zusatzleistungen ihre Gültigkeit verlieren. 
      • Überprüfen, ob der ursprüngliche Flug zum Mitfliegen noch offen ist. Falls dieser nicht verfügbar ist, kann dem Passagier angeboten werden, den ersten möglichen Flug mit zum Verkauf stehenden Sitzplatz in Anspruch zu nehmen (nur falls es sich um den letzten Flug des Tages handelt, kann sich der Passagier für einen Flug am darauffolgenden Tag entscheiden).
      • Remark mit den Informationen des Flugs, der reaktiviert werden soll, im folgenden Format eintragen: SS LAXX RUTA Datum Klasse Bsp..: SS LA123 LSCSCL 15APR KLASSE N
      • Sich an den zuständigen LATAM- Mitarbeiter des Kundendienstes für Reiseveranstalter wenden, um den Flug in der ursprünglichen Klasse sowie einen Waiver zum Erfassen der Ausnahme zu beantragen. 
      • Überprüfen, ob das Ticket von dem zuständigen LATAM- Mitarbeiter des Kundendienstes für Reiseveranstalter bestätigt und zugeordnet wurde. 
      • In der Buchungshistorie müssen die Zusatzelemente, die dem Fahrgast mit dem ausgestellten EMD zustehen würden, IMMER überprüft, wieder aufgenommen und wieder zugewiesen werden.
      • Alle Hinweise, welche die Angaben bestätigen, in das PNR eintragen.
      • Den Passagier darauf hinweisen, dass die Rückerstattung seiner Boarding-Gebühren erst nach der letzten geflogenen Strecke beantragt werden kann. 

     

    4.2 Nicht aufeinander folgende Nutzung von Coupons in Kolumbien 

    Die nicht aufeinander folgende Nutzung von Coupons ist denjenigen Passagieren gestattet, die sich dafür entscheiden, den ersten Coupon ihres Tickets nicht in Anspruch zu nehmen. Diese können LATAM bis eine Stunde nach dem Abflugzeitpunkt des ersten Flugs der Reiseroute benachrichtigen. Diese Ausnahme muss direkt bei LATAM beantragt und bearbeitet werden. 

    4.3 Nicht aufeinander folgende Nutzung von Coupons (nur in italienisch verfügbar)

    Nicht aufeinander folgende Nutzung von Coupons (gilt für Brasilien) 

    In Brasilien müssen die Reiseveranstalter die Richtlinien gemäß der Verordnung 400 der brasilianischen Luftfahrtbehörde ANAC befolgen. Diese sind hier (Punkt 4) verfügbar. 

     

    5. Verbraucherschutzgesetz Peru 

    Passagiere, die die Bestimmungen des Verbraucherschutzgesetzes in Peru in Anspruch nehmen möchten, müssen sich mindestens 24 Stunden vor dem Abflugzeitpunkt des ursprünglichen Flugs direkt an das LATAM Contact Center wenden.